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Amigurumi richtig füllen – Vorgehensweise und Materialien

Das richtige befüllen der verschiedenen Elemente eurer Amigurumi (Arme, Beine, Körper, etc.) ist wichtiger als man denkt, denn die Füllung bringt das gehäkelte erst in Form.

Synthetische Füllwatte die meist zu 100 % aus Polyester besteht, ist in der Regel das verlässlichste Füllmaterial. Günstig, weich und klumpt nicht nach dem Waschen, sodass Ihre fertigen Plüschtiere dauerhaft die gleiche Form behalten.

Fühlen und Stopfen

Normalerweise geben Amigurumi Anleitungen Anweisungen wann Sie am besten das jeweilige Teil stopfen sollten. Ist dies nicht der Fall, dann beginnen Sie mit dem ersten befüllen 2 oder 3 Runden vor dem Schließen des Häkelstücks (falls dieses geschlossen wird).

Füllen Sie den Körper an dieser Stelle gut mit Füllwatte. Verwenden Sie aber nicht einfach ein großes Stück das einen großen Klumpen bildet, sondern zerzupfen Sie das Füllmaterial und füllen den Körper nach und nach mit kleineren Stücken.

Dadurch erhalten Sie eine bessere und gleichmäßigere Verteilung des Füllmaterials.

Nachdem der Körper prall mit Füllwatte gestopft ist, ertasten Sie wo noch weniger befüllte Bereiche vorliegen. Stopfen Sie das Füllmaterial gezielt mit einer Schere, Stift oder ähnlichem in diese Bereiche.

Ein gleichmäßig prall gestopfter Körper erzeugt am Ende das beste Ergebnis damit Ihre Amigurumi gleichmäßig aussehen und keine Dellen an weniger gestopften Bereichen aufweisen.

Häkeln Sie nun zur letzten Runde und stopfen Sie den letzten Bereich ebenfalls prall, bevor Sie die Öffnung schließen.


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Wann prall füllen nicht sinnvoll ist

In der Regel wollen Sie Ihre Amigurumi, besonders wenn diese rund und knuddelig wirken sollen, prall füllen. Es gibt jedoch auch Situationen wo eine geringere Füllung oder gar keine sinnvoll ist.

So macht es zum Beispiel Sinn Amigurumi, die eine sitzende Position haben, nicht zu voll zu füllen, da der Körper auf dem Sie sitzen, sich bei einer zu prallen Füllung wölbt und somit zu rund zum sitzen ist.

Mit einer weicheren Füllung kann man den Körper in diesem Fall auf der Unterseite platt drücken, damit das Amigurumi schließlich die sitzende Position halten kann.

Bei kleinen, komplexen oder dünnen Elementen muss oft gar kein Füllmaterial verwendet werden, da dieses die Elemente so verformen kann, dass die eigentlich angedachte Form durch das Füllmaterial verändert wird.

Falls Sie sehr kleine Häkelstücke stopfen, dann verwenden Sie auch hier immer nur dem Häkelstück entsprechend kleine Fetzen Füllwatte anstatt eines großen Stückes.

Befolgen Sie deshalb am besten immer die Anweisungen in den Anleitungen bezüglich der Befüllung und ob Sie gewissen Elemente überhaupt füllen müssen. Oft ist eine pralle Füllung der Standard, aber manchmal ist weniger auch mehr.

Alternative Materialien

Natürlich gibt es auch andere Füllmaterialien als synthetische Füllwatte, die unterschiedliche Ergebnisse erzielen.

So können Sie Ihre Amigurumi auch mit trockenem Reis füllen, für ein deutlich schwereres Amigurumi, das sich aber immer noch verformen lässt.

Sie können Fadenreste nehmen oder natürliche Baumwolle, mit der Sie Ihre Amigurumi sehr fest füllen können, für ein deutlich steiferes Endresultat als mit der weichen Synthetikwolle.

Experimentieren Sie mit verschiedenen Füllungen um Ihren eigenen Favoriten für Ihr jeweiliges Projekt zu finden.

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